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Jonas Gradl
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G&H Lüftungstechnik

Hygieneinspektion nach VDI 6022 – was Hausverwaltungen und Betreiber wissen müssen

Wer eine raumlufttechnische Anlage betreibt – ob im Bürogebäude, in der Arztpraxis oder im Mehrfamilienhaus mit zentraler Lüftung – muss sich auch mit der hygienischen Qualität der Anlage beschäftigen. Eine wichtige Grundlage dafür ist die regelmäßige Hygieneinspektion nach VDI 6022.

Die Logik dahinter ist nachvollziehbar. Eine RLT-Anlage bereitet die Luft auf, die Menschen den ganzen Tag einatmen. Verkeimte Befeuchter, verschmutzte Wärmetauscher oder feuchte Filterkammern können die Luftqualität erheblich verschlechtern – bis hin zu gesundheitlichen Folgen für die Nutzer. Die VDI 6022 legt deshalb fest, wie Anlagen hygienisch beschaffen sein müssen und in welchen Abständen sie zu prüfen sind.

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Die wichtigsten Fristen

Anlagen mit Befeuchtung sind in der Regel alle zwei Jahre fällig, Anlagen ohne Befeuchtung alle drei Jahre. Bei Neuanlagen kommt die Hygiene-Erstinspektion hinzu. Sie soll sicherstellen, dass die Anlage hygienisch einwandfrei in Betrieb genommen wird und die entsprechenden Anforderungen von Anfang an erfüllt.

Zwischen den Hygieneinspektionen finden regelmäßige Hygienekontrollen statt. Diese dienen dazu, Veränderungen und mögliche hygienische Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen, anstatt erst bei der nächsten großen Inspektion darauf zu reagieren.

Für Hausverwaltungen und Betreiber lohnt es sich deshalb, die Prüftermine fest in die Wartungs- und Instandhaltungsplanung aufzunehmen. So geraten Fristen nicht in Vergessenheit und notwendige Maßnahmen können frühzeitig eingeplant werden.

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Was bei der Inspektion passiert

Wir prüfen die Anlage von der Außenluftansaugung bis zu den Auslässen. Dazu gehören unter anderem der Zustand der Filter und Filterkammern, Wärmetauscher, Kondensatwannen und -abläufe, Befeuchter sowie stichprobenartig ausgewählte Bereiche der Luftleitungen.

Dabei geht es nicht nur um sichtbaren Schmutz. Entscheidend ist, ob innerhalb der Anlage Bedingungen entstanden sind, die mikrobielles Wachstum begünstigen können. Feuchtigkeit, Ablagerungen oder Auffälligkeiten an einzelnen Komponenten werden deshalb genau betrachtet und dokumentiert.

Wo es sinnvoll ist, nehmen wir Abklatschproben oder Wasserproben, die anschließend im Labor ausgewertet werden. So lassen sich auffällige Bereiche genauer beurteilen.

Am Ende steht ein Bericht mit Befunden, Fotos und konkreten Maßnahmenempfehlungen – kein Papier für die Schublade, sondern eine Arbeitsgrundlage.

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Was passiert, wenn Mängel festgestellt werden?

Nicht jede Auffälligkeit bedeutet automatisch, dass eine komplette Anlage gereinigt oder desinfiziert werden muss. Entscheidend ist, wo der Mangel liegt und wie stark die hygienische Beeinträchtigung ist.

Je nach Befund kann beispielsweise eine gezielte Reinigung einzelner Komponenten ausreichen. Bei stärkeren oder mikrobiologisch auffälligen Verunreinigungen können weitergehende Maßnahmen erforderlich sein. Der Inspektionsbericht zeigt, welche Bereiche betroffen sind und wo Handlungsbedarf besteht.

Damit können Betreiber notwendige Arbeiten gezielt planen und vermeiden, dass pauschal Maßnahmen durchgeführt werden, die möglicherweise gar nicht erforderlich sind.

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Dokumentation schafft Sicherheit

Für Hausverwaltungen hat eine nachvollziehbare Dokumentation einen wichtigen praktischen Nutzen. Mit einem aktuellen Inspektionsbericht können Sie gegenüber Eigentümern, Mietern oder anderen Beteiligten Auskunft über den hygienischen Zustand der RLT-Anlage geben.

Gleichzeitig lässt sich auch Jahre später nachvollziehen, wann eine Anlage kontrolliert wurde, welche Auffälligkeiten bestanden und welche Maßnahmen anschließend durchgeführt wurden. Gerade bei größeren Immobilienbeständen erleichtert das die Planung der nächsten Prüfungen und Wartungsarbeiten erheblich.

Eine sauber geführte Dokumentation macht aus der Hygieneinspektion deshalb mehr als eine Momentaufnahme: Sie schafft einen nachvollziehbaren Überblick über den hygienischen Zustand und die Entwicklung der Anlage.

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Wann wurde Ihre RLT-Anlage zuletzt inspiziert?

Wenn Sie es erst nachschlagen müssen oder nicht sicher sind, wann die nächste Hygieneinspektion ansteht, unterstützen wir Sie gerne.

Rufen Sie uns an unter 089 / 55917143 oder schreiben Sie an info@gh-lueftungstechnik.de. Wir prüfen Ihre Unterlagen und sagen Ihnen, ob und wann eine Inspektion fällig ist.

Häufige Fragen zur Hygieneinspektion nach VDI 6022

Die Intervalle hängen von der Ausstattung der RLT-Anlage ab. Anlagen mit Befeuchtung werden in der Regel alle zwei Jahre einer Hygieneinspektion unterzogen, bei Anlagen ohne Befeuchtung beträgt das Intervall üblicherweise drei Jahre. Zusätzlich sind zwischen den Inspektionen regelmäßige Hygienekontrollen vorgesehen.

Für Hygieneinspektionen sind entsprechend qualifizierte Fachpersonen erforderlich. Für die Durchführung von Hygieneinspektionen nach VDI 6022 ist insbesondere die Qualifikation der Kategorie A relevant. Damit soll sichergestellt werden, dass hygienische Auffälligkeiten fachgerecht erkannt, bewertet und dokumentiert werden.

Untersucht werden die hygienisch relevanten Bereiche einer RLT-Anlage. Dazu können unter anderem Außenluftansaugung, Filter und Filterkammern, Wärmetauscher, Kondensatwannen und -abläufe, Befeuchter sowie Bereiche der Luftleitungen gehören. Bei Bedarf können zusätzlich mikrobiologische Proben genommen und im Labor untersucht werden.

Festgestellte Mängel werden dokumentiert und bewertet. Welche Maßnahmen anschließend notwendig sind, hängt vom jeweiligen Befund ab. Das kann von der Reinigung einzelner Komponenten bis zu weitergehenden hygienischen Maßnahmen reichen. Der Inspektionsbericht dient dem Betreiber anschließend als Grundlage für die Planung und Dokumentation der erforderlichen Arbeiten.